Der wohl entscheidendste Faktor für beste Ergebnisse bei der Haartransplantation ist der Chirurg selbst. In seiner Hand liegt ganz wörtlich alles, was zum Ergebnis beiträgt. Dazu gehört nicht nur die Beherrschung der Operationstechnik, sondern auch die Fähigkeit, passend zu gestalten und eine natürliche Haarlinie zum Gesicht zu schaffen.
Die angewandte Technik während des Eingriffs ist entscheidend und muss tadellos durchgeführt werden. Hier müssen die kleinen Mikroschnitte bei der FUE-Technik absolut präzise sein, die Haarfollikel vor dem Einsetzen an ihrem neuen Ort richtig präpariert und die eigentliche Transplantation zügig abgewickelt werden. Basis für den Erfolg ist nicht nur der Chirurg, sondern ein eingespieltes Team, das im Idealfall mehrere Tausend Follikel im Rahmen eines Eingriffs transplantieren kann.
Bei der Haartransplantation darf nichts dem Zufall überlassen sein, selbst die Wuchsrichtung der einzelnen Follikel nicht. Nur wenn die Haare in richtiger Richtung anwachsen, ist später ein natürliches Haarbild mit ausreichender Haardichte zu erwarten. Damit das Ergebnis möglichst authentisch ausfällt, werden die zu implantierenden Haare in ihrer Richtung an jene Haare angeglichen, die verblieben sind. So entstehen natürliche Züge, die dem ursprünglichen Originalhaar verblüffend nahkommen und für absolut natürlich wirkende Ergebnisse sorgen.
Geht man von Haaren mit durchschnittlicher Dicke aus, dann finden sich auf einem Quadratzentimeter Kopfhaut 70 bis 100 Follikel. Sinkt die Haardichte auf einer solchen Fläche um 50 Prozent oder mehr ab, dann darf von Haarausfall gesprochen werden. Dabei kann man bei rund 50 Follikeln immer noch von haarigem Aussehen sprechen, bei unter 20 Follikeln von verminderter Haardichte und bei unter 10 Follikeln ist bereits die Kopfhaut voll sichtbar. Bei der Haartransplantation ist es also nicht unbedingt das ganz volle Haar gefragt, es können bereits die genannten 50 Follikel für eine überzeugende Haardichte ausreichen. In der Praxis kommen jedoch meist noch einige Follikel hinzu. (maximal bis zu 120 Grafts auf ein cm²)